Wichtiges zum Darlehen

  • Weniger Kosten durch kurze Laufzeiten
    Senken Sie die Gesamtkosten, indem Sie eine kürzere Laufzeit wählen. Bedenken Sie aber, dass durch eine höhere Laufzeit, die monatliche Belastung steigt – prüfen Sie ihr monatliches Budget
  • Sondertilgungen vereinbaren
    Sollten Sie einmal mehr Geld über haben, können Sie mit einer Sondertilgung die Kreditbelastung senken. Achten Sie deshalb darauf, dass Ihr Darlehen derartige Sondertilgungen vorsieht und Sie vor einer Vorfälligkeitsentschädigung verschont bleiben.
  • Vielzahl verschiedener Darlehensarten
    Es gibt viele verschiedene Darlehen-Arten. Wählen Sie aus diesen die für Sie passende Darlehen Variante und suchen Sie nach speziellen Angeboten. Sie haben auf unserer Website die Möglichkeit einen Darlehen Vergleich durchzuführen

Ein Eigenheim, ein neues Auto, ein Traumurlaub – nicht immer reicht das Ersparte, um derartige Projekte mit einem Schlag bezahlen zu können. Damit man aber dennoch nicht darauf verzichten muss, gibt es die Möglichkeit des Darlehens. Das Darlehen ist ein schuldrechtlicher Vertrag, bei dem der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer eine vorübergehende Summe zur Verfügung stellt.

Wird das Darlehen fällig, ist der Darlehensnehmer (Kreditnehmer) verpflichtet, die geliehene Summe zurückzuzahlen. Darlehen setzen sich im Regelfall aus einem Zins- und Tilgungsanteil zusammen; jene Anteile sind, je nach Art des Darlehens, unterschiedlich gewichtet. Im Regelfall werden für das Darlehen Zinsen verrechnet, die, sofern keine anderen Vereinbarungen getroffen wurden, am Jahresende entrichtet werden.

Es besteht auch die Möglichkeit, ein zinsloses Darlehen abzuschließen – dazu zählt etwa das sogenannte BAföG-Darlehen, bei dem der Kreditnehmer keine Zinsen entrichten muss. Doch Darlehen werden nicht nur durch Zinsen, sondern auch durch sogenannte Darlehensgebühren belastet. Dabei richtet sich die Höhe nach der Darlehenssumme und den Konditionen des Darlehensgebers (im Regelfall die Bank). Jene Gebühren können – je nach Anbieter – variieren.

 

Darlehen und Kredit – gibt es einen Unterschied?

Immer wieder werden Begriffe wie Kredit und Darlehen synonym verwendet. Am Ende ist das Prinzip dasselbe: Fremdkapital wird zur Verfügung gestellt. Unterschiede gibt es im Regelfall nur bei der Höhe des Geldbetrages und der Laufzeit. Höhere Summen und lange Laufzeiten sind charakteristisch für Darlehen, während Kredite oftmals geringere Summen und kürzere Laufzeiten haben. Im Gesetz wird das Darlehen unter § 488 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) definiert.

Bis zur Schuldrechtsmodernisierung, die mit 1. Januar 2002 beschlossen wurde, gab es – zumindest aus juristischer Sicht – einen weiteren Unterschied: Darlehen wurden, im Gegensatz zu Krediten, als Realkontrakt festgesetzt. Das bedeutet, dass der Darlehensvertrag erst in Rechtskraft erwuchs, wenn die vereinbarte Summe auf das angegebene Konto des Kreditnehmers eingegangen war.

Der Kreditvertrag war jedoch sofort rechtskräftig – auch dann, wenn noch kein Geld überwiesen wurde. Schon die Unterschriften der Kreditnehmer und Kreditgeber reichten aus, um von einem verbindlichen Rechtsvertrag sprechen zu können. Heute gibt es die sogenannte Konsensualtheorie. Das bedeutet, dass der Vertrag bereits dann rechtskräftig ist, wenn beide Vertragspartner zugestimmt haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Darlehen oder einen Kredit handelt.

Vertragstypische Pflichten bei einen Darlehensvertrag (§ 488 BGB)

(1) Durch den Darlehensvertrag wird der Darlehensgeber verpflichtet, dem Darlehensnehmer einen Geldbetrag in der vereinbarten Höhe zur Verfügung zu stellen. Der Darlehensnehmer ist verpflichtet, einen geschuldeten Zins zu zahlen und bei Fälligkeit das zur Verfügung gestellte Darlehen zurückzuzahlen.

(2) Die vereinbarten Zinsen sind, soweit nicht ein anderes bestimmt ist, nach dem Ablauf je eines Jahres und, wenn das Darlehen vor dem Ablauf eines Jahres zurückzuzahlen ist, bei der Rückzahlung zu entrichten.

(3) Ist für die Rückzahlung des Darlehens eine Zeit nicht bestimmt, so hängt die Fälligkeit davon ab, dass der Darlehensgeber oder der Darlehensnehmer kündigt. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Sind Zinsen nicht geschuldet, so ist der Darlehensnehmer auch ohne Kündigung zur Rückzahlung berechtigt.

 

Welche Darlehensarten gibt es?

Jedes Darlehen muss – im Rahmen eines vereinbarten Zeitraums – getilgt werden. Der Darlehensnehmer kann den Geldbetrag (inklusive der Zinsen) am Stück oder auch in Raten (wie bei einem gewöhnlichen Bankkredit) bezahlen. Es gibt verschiedene Darlehensarten, die – je nach Vorstellung des Darlehensnehmers – gewählt werden können. Ratsam ist, schon im Vorfeld Informationen einzuholen, welche Darlehen zur Verfügung stehen und welche Konditionen dafür angeboten werden.

Im Internet gibt es verschiedene Plattformen, mit denen die unterschiedlichen Angebote der Anbieter verglichen werden können, sodass der Darlehensnehmer schon im Vorfeld weiß, welche Banken die besten Konditionen und Angebote haben. Der Kreditvergleich auf Wunch  als Kredit trotz Schufa zeigt immer wieder, dass es gravierende Unterschiede gibt, sodass – nur aufgrund des Vergleichs – durchaus mehrere Tausende Euro eingespart werden können.


Das private Darlehen

Das private Darlehen

Darlehensgeber müssen nicht immer Banken sein; mitunter können Darlehen auch von Privatpersonen – etwa von einem Verwandten oder von einem guten Freund – vergeben werden. Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, die Darlehen von Privatpersonen vermitteln. Dabei stellen Privatpersonen ihr überschüssiges Kapital zur Verfügung und erhoffen sich höhere Gewinne als bei klassischen Veranlagungen. Bei derartigen Darlehensarten spricht man von privaten Darlehen.


Das Abrufdarlehen

Das Abrufdarlehen (auch Abrufkredit & Rahmenkredit genannt)

Entscheidet sich der Darlehensnehmer für ein Abrufdarlehen, wird ein im Vorfeld vereinbarter Kreditbetrag in Form eines gewöhnlichen Kreditkontos bereitgestellt, auf welches der Darlehensnehmer Zugriff hat. Die Rückzahlung erfolgt, im Unterschied zum sogenannten Dispositionskredit, über eine – im Vorfeld vereinbarte – Rate. Wird jedoch nur ein Teilbetrag der zur Verfügung gestellten Darlehenssumme abgebucht, werden nur für jenen Betrag Zinsen verrechnet.


Das Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen

Beim Annuitätendarlehen erfolgt die Tilgung des Darlehens mit einer gleichbleibenden Rate, die monatlich vom Darlehensnehmer bezahlt wird. Die Rate setzt sich aus einem Tilgungs- und Zinsanteil zusammen. Der Vorteil des Annuitätendarlehens besteht darin, dass – aufgrund der zunehmend getilgten Kreditsumme – der Zinsanteil kontinuierlich sinkt.

Gleichzeitig nimmt der Tilgungsanteil zu; die monatliche Rate bleibt unverändert. Aufgrund der Tatsache, dass bei einem Annuitätendarlehen die monatliche Belastung gleich bleibt, kann hier der Darlehensnehmer schon im Vorfeld einen Plan erstellen, wann das Darlehen tatsächlich getilgt ist.


Das Bauspardarlehen

Das Bauspardarlehen

Das Bauspardarlehen zählt zu den besonderen Darlehensarten. Das Bauspardarlehen wird am Laufzeitende eines Bausparvertrages aufgenommen und erweitert in weiterer Folge das bereits angesparte Kapital durch den zur Verfügung gestellten Darlehensbetrag. Der Vorteil eines jeweiligen Darlehens besteht darin, dass der Bausparer von den günstigen Kreditzinsen profitieren kann, die bereits mit seinem Sparvertrag vereinbart wurden.


Das Beamtendarlehen

Das Beamtendarlehen

Das sogenannte Beamtendarlehen steht Beamten, Pensionären, Lehrern, Personen im öffentlichen Dienst und Akademikern zur Verfügung; es handelt sich dabei um eine endfällige Finanzierung, welche der Darlehensnehmer in Kombination mit einer Kapital-, Lebens- oder Rentenversicherung aufnehmen kann. Die Raten werden, im Unterschied zum Beamtenkredit, aber nicht direkt der Bank bezahlt, sondern in eine Kapitallebensversicherung abgeführt. Mit jener wird die Schuld am Laufzeitende getilgt.


Das endfälliges Darlehen

Das endfälliges Darlehen

Bei einem endfälligen Darlehen bezahlt der Darlehensnehmer die gesamte Darlehenssumme am Laufzeitende. Nur die Zinsen, die aufgrund der Einmalzahlung über die gesamte Laufzeit unverändert bleiben, werden in monatlichen oder auch jährlichen Raten bezahlt.


Das Forward-Darlehen

Das Forward-Darlehen

Bei einem Forward-Darlehen handelt es sich um ein sogenanntes Zukunfts-Darlehen. Der Zinssatz, der dabei im Rahmen des Vertragsabschlusses vereinbart wurde, gilt auch dann noch bei tatsächlicher Auszahlung der Darlehenssumme. Ein Forward-Darlehen wird immer wieder für Immobilienfinanzierungen gewählt. Vorwiegend entscheiden sich Immobilienkäufer für ein Forward-Darlehen, wenn sie der Meinung sind, dass sich die Zinsen in naher Zukunft erhöhen, sodass sie von den günstigeren Zinsen (bei Vertragsabschluss) profitieren.


Das Immobiliendarlehen

Das Immobiliendarlehen

Immobiliendarlehen werden zweckgebunden zum Bau, zur Renovierung oder Kauf einer Immobilie zur Verfügung gestellt. Da Immobilien eine hohe Sicherheit darstellen, haben Immobiliendarlehen oft günstigere Konditionen als andere Darlehensarten.


Das patriarchisches Darlehen

Das patriarchisches Darlehen

Wird dem Unternehmen ein langfristig angelegtes Darlehen gewährt, bei dem der Darlehensgeber durch Gewinn- oder Umsatzbeteiligung entschädigt wird, spricht man von einem patriarchischen Darlehen.


Das Tilgungsdarlehen

Das Tilgungsdarlehen

Das Tilgungsdarlehen stellt das Pendant zum sogenannten Annuitätendarlehen dar. Bei dieser Darlehensart bleibt der Tilgungsanteil unverändert; der Zinsanteil kann sich jedoch im Laufe der Rückzahlung verändern, sodass die monatlichen Raten entweder steigen oder sinken können.


Das Volltilgerdarlehen

Das Volltilgerdarlehen

Das Volltilgerdarlehen ist ein klassisches Annuitätendarlehen. Das bedeutet, dass der Darlehensnehmer eine gleichbleibende Rate, die sich aus einem Tilgungs- und Zinsanteil zusammensetzt, bezahlt. Am Laufzeitende wird das Darlehen komplett getilgt. Jene Darlehensart ist vorwiegend für Immobilienkäufer interessant, die mehrere Finanzierungsrunden – im Hinblick auf die Baufinanzierung – überspringen möchten. Zu beachten ist, dass bei Volltilgerdarlehen die Laufzeit eine wesentliche Rolle spielt. Je kürzer nämlich die Laufzeit ist, desto höher ist der Tilgungsanteil.


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Die Auszahlung auf das Darlehenskonto

Darlehen werden nicht bar ausbezahlt, sondern auf das extra eingerichtete Darlehenskonto des Darlehensnehmers überwiesen. Ein derartiges Konto muss der Darlehensnehmer auch dann eröffnen, wenn er bereits Bankkunde ist und über ein hauseigenes Girokonto verfügt. Da die Banken normale Konten und den damit verbundenen Geldverkehr von Darlehen und Krediten trennen, fordern sie daher die Eröffnung eines Darlehenskontos.

Gebühren, die im Rahmen eines Darlehenskontos immer wieder angefallen sind, dürfen heute nicht mehr von Seiten der Bank verrechnet werden. Ein Urteil, das am 7. Juni 2011 (XI ZR 388/10) getroffen wurde, besagt, dass monatliche Gebühren, die für das Führen des Darlehenskontos anfallen, nicht verrechnet werden dürfen; die Klausel, die sich daher immer wieder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken fand, ist seit dem Urteil unwirksam.

Bevor der Darlehensbetrag überwiesen wird, muss also ein Darlehenskonto eröffnet werden. Dabei kann der Darlehensnehmer alle Zahlungen, die mit dem Darlehen zu tun haben, über das Darlehenskonto durchführen.

 

Welche Sicherheiten werden für das Darlehen benötigt?

Privatpersonen, die Darlehen zur Verfügung stellen, müssen – vor allem dann, wenn es sich um höhere Summen handelt – auch auf Sicherheiten bestehen. Schlussendlich kann immer wieder der Fall eintreten, dass Darlehensnehmer die vereinbarte Summe nicht zurückbezahlen. Dabei setzen Privatpersonen und Banken auf die Sicherungsübereignung.

Der Darlehensnehmer übereignet dem Darlehensgeber einen wertvollen Gegenstand – das kann etwa das Auto sein. Jene Sicherungsübereignung wird auch in § 929 Satz 1 und in § 930 BGB geregelt. Der Darlehensnehmer kann sein Auto zwar weiterhin benutzen, muss jedoch, wenn er das Darlehen nicht zurückbezahlen kann, sein Fahrzeug in weiterer Folge dem Darlehensgeber aushändigen.

Eine weitere Form der Kreditsicherheit stellt die sogenannte Sicherungsabtretung dar. Jene wird in § 398 BGB geregelt. Dabei besagt die Sicherungsabtretung, dass der Darlehensgeber, sofern das Darlehen nicht zurückbezahlt wird, die abgetretenen Forderungen bei Dritten geltend machen kann.

Dabei kann es sich etwa um das Einkommen des Darlehensnehmers handeln, sofern er auch gleichzeitig Arbeitnehmer ist. Der Darlehensgeber hat auch das Recht, dass er den Arbeitgeber des nichtzahlenden Darlehensnehmers kontaktiert und das Gehalt direkt bei ihm einfordert

 

Darlehenszinsen

Zinsen, die für ein Darlehen anfallen, sind nichts anderes als die Vergütung für das zur Verfügung gestellte Geld. Der Darlehensgeber macht also nur einen Gewinn über den Zinssatz. Wie hoch am Ende die Zinsen für das Darlehen werden, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab.

Dazu zählen etwa die Darlehenssumme, die Laufzeit und auch die Bonität des Darlehensnehmers; auch die Darlehensart spielt eine wesentliche Rolle. Darlehensnehmer möchten natürlich einen geringen Zinssatz, damit die Gesamtkosten niedrig gehalten werden können.

In den letzten Jahren sind die Zinsen stets gesunken. Aufgrund dieser Maßnahme sollten Menschen dazu bewogen werden, sich Geld zu leihen, das in weiterer Folge in die Wirtschaft fließt, anstatt ihr Geld anzulegen. Der Leitzinssatz, der von der Europäischen Zentralbank (EZB) festgelegt wurde, ist dabei eine Orientierungshilfe für Banken, die sich auf den Leitzins berufen, wenn es um die Festlegung der Verzinsung geht. Derzeit liegt der Leitzinssatz bei 0,0 Prozent

Der effektive Jahreszins ist auschlaggebend

Bei der Auswahl des Darlehens ist der effektive Jahreszins von wesentlicher Bedeutung; der Sollzinssatz kann im Regelfall “ignoriert” werden. Der Sollzinssatz gibt am Ende an, wie hoch der Kredit tatsächlich verzinst ist, während der effektive Jahreszins auch andere Kosten (wie etwa Bearbeitungskosten) beinhaltet. Der Jahreszins präsentiert also die Gesamtkosten des Darlehens.


Wie können Darlehens-Konditionen positiv beeinflusst werden?

Darlehens-Konditionen können durchaus positiv beeinflusst werden, wenn eine kürzere Laufzählt gewählt wird. Längere Laufzeiten sorgen für einen längeren Zeitraum an Zinsen, sodass die Gesamtkosten steigen. Jedoch sollte man bei den Laufzeiten vorsichtig sein:

Auch wenn der Darlehensnehmer weniger Zinsen bezahlen muss, steigen jedoch die monatlichen Raten. Die Haushaltsrechnung sollte dahingehend berücksichtigt werden, welche monatlichen Kosten problemlos getragen werden können.

Zu beachten ist der Umstand, dass bei einem geringen Zinsniveau die längere Laufzeit kaum ins Gewicht fällt. Sind die Zinsen jedoch hoch, ist es ratsam, die Laufzeit derart kurz zu wählen, dass die Zinsbelastung nicht allzu hoch wird.

Ein weiterer Umstand, der die Konditionen positiv beeinflusst, ist ein zweiter Darlehensnehmer. Wird jener ebenfalls in den Vertrag aufgenommen, wobei der zweite Darlehensnehmer ein regelmäßiges Einkommen erhält, sinkt automatisch das Kreditausfallrisiko. Da eine höhere Sicherheit gegeben ist, werden automatisch bessere Konditionen angeboten.

Wer zudem auf eine Restschuldversicherung verzichtet, spart ebenfalls Kosten. Die Restschuldversicherung dient lediglich als Kreditsicherheit, dass, sofern der Kreditnehmer vor Tilgung des Darlehens stirbt, krank oder arbeitslos wird, dennoch das Darlehen bedient werden kann. Derartige Versicherungen lohnen sich jedoch nur bei hohen Darlehenssummen.

Während der Laufzeit ist es möglich, dass Sondertilgungen dazu führen, dass die Gesamtkosten des Darlehens reduziert werden. Wer daher Erspartes übrig hat, das er aktuell nicht benötigt, sollte daher immer wieder Sonderzahlungen vornehmen, sodass sich die Laufzeit des Darlehens verkürzt und somit weniger Zinsen anfallen.

 

Gibt es Gebühren für die Sondertilgung?

Wer sich für eine Sondertilgung entscheidet, sollte im Vorfeld abklären, ob etwaige Gebühren anfallen. Es gibt Anbieter, die Gebühren für Sondertilgungen in Rechnung stellen; dabei sollten die Gebühren mit dem Zinsersparnis gegengerechnet werden, um zu erkennen, ob sich die Sondertilgung um Ende lohnt oder die Gebühren das Ersparnis verschlucken würden.

 

Die Zinsberechnung für das Darlehen

Der Zinsberechnung liegen verschiedene Formeln zugrunde. Die Formeln unterscheiden sich dahingehend, in welchen zeitlichen Abständen die Zinsen bezahlt werden. Die Jahreszinsformel wird folgendermaßen berechnet:

Z1 = K0 X p / 100

Z1 ist in jenem Beispiel der zu ermittelnde Zinsertrag, der sich aus K0 (Grundkapital), multipliziert mit p (Zinsfaktor), ergibt. Der in Prozent angegebene Zinsfaktor wird durch 100 dividiert.

 

Die Vor- und Nachteile eines privaten Darlehens

Darlehensgeber müssen nicht immer Banken sein; mitunter können Darlehen auch von Privatpersonen – etwa von einem Verwandten oder von einem guten Freund – vergeben werden.

Es gibt bereits zahlreiche Unternehmen, die Darlehen von Privatpersonen vermitteln. Dabei stellen Privatpersonen ihr überschüssiges Kapital zur Verfügung und erhoffen sich höhere Gewinne als bei klassischen Veranlagungen. Bei derartigen Darlehensarten spricht man von privaten Darlehen.

Dabei gibt es Vor- und Nachteile, die im Vorfeld berücksichtigt werden müssen. Als Vorteil kann gewertet werden, dass es keinen strikten Kriterienkatalog gibt; die Privatperson bestimmt am Ende selbst, welche Konditionen vertraglich geregelt werden.

Auch die Bonitätsprüfung entfällt. Beim Thema Sicherheit gibt es auch individuelle Möglichkeiten – private Darlehen können derart angepasst werden, dass beide Seiten gewisse Vorteile genießen können. Das bedeutet aber auch, dass der Vertragsabschluss auf einer Vertrauensbasis basiert.

Aber private Darlehensvergaben haben nicht nur Vorteile, sondern auch ihre Schattenseiten. Kommt es zum Streit, kann etwa nicht die Verbraucherschutzorganisation kontaktiert werden. Wichtig ist, dass die Verträge, die zwischen den Privatpersonen aufgesetzt werden, alle wesentlichen Eckpunkte – wie etwa die Laufzeit – enthalten.

Gibt es mitunter Unstimmigkeiten und stellt der Darlehensgeber fest, dass Klauseln über die Laufzeit fehlen, kann der Vertrag jederzeit – unter Berücksichtigung einer dreimonatigen Kündigungsfrist – von Seiten des Darlehensgebers gekündigt werden. Tritt der Fall ein, muss der Darlehensnehmer die offene Darlehenssumme mit sofortiger Wirkung tilgen.

Tipp: Aufsetzen des privaten Darlehensvertrags


Damit es erst gar nicht so weit kommt, ist es wichtig, dass beim privaten Vertrag auf verschiedene Eckpfeiler geachtet wird. Wichtig ist, dass ein schriftlicher Vertrag aufgesetzt wird, in welchem die Vertragskonditionen geregelt werden, sodass – ganz egal, von welcher Seite der Streit entfacht – immer wieder auf den Vertrag verwiesen werden kann.

Aus diesem Grund sollten wesentliche Punkte, auch wenn die Gestaltung des Vertrags frei ist, nicht ausgespart werden. Im Vertrag sollten etwa die genaue Darlehenssumme und die Laufzeit vorzufinden sein; auch das Auszahlungsdatum und der Beginn der monatlichen Rückzahlungen sind von Bedeutung. Verzichtet der Darlehensgeber auf Zinsen, sollte das ebenfalls im Vertrag angeführt werden. Unterfertigen die Vertragsparteien den Vertrag, erwächst dieser sodann in Rechtskraft.

Fragen und Antworten

Im allgemeinen Sprachgebrauch werden die Begriffe „Darlehen“ und „Kredit“ häufig synonym verwendet, was jedoch nicht korrekt ist. Im Folgenden sollen daher die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Darlehen und Kredit erläutert werden.

Was ist ein Kredit?

Ein Kredit bezeichnet eine Möglichkeit, Fremdkapital zu beschaffen. Neben der häufig zuerst assoziierten Geldleihe können bei einem Kredit auch andere Wertgegenstände als Geld, wie zum Beispiel Waren bei einem Kauf auf Ziel, überlassen werden.

Beim Kredit werden die Wertgegenstände dem Kreditnehmer für eine bestimmte Zeitdauer überlassen, innerhalb derer er frei darüber verfügen kann. Nach diesem Zeitraum muss der Kreditnehmer den geliehenen Geldbetrag beziehungsweise die Waren zurückgeben.

Kredite sind nicht zwangsläufig kostenpflichtig, wie beispielsweise ein zinsfreier Ratenkauf bei einem Einzelhändler. In der Regel fallen jedoch für die Inanspruchnahme eines Kredits Kosten in Form von Zinsen an, insbesondere bei der Geldleihe.

 

Welche Formen von Krediten gibt es?

Kredite werden häufig nach der Länge ihrer Laufzeit unterschieden in kurz-, mittel-, und langfristige Kredite. Kurzfristige Kredite werden innerhalb eines Jahres zurückgezahlt. Zu den eher kurzfristigen Unterformen von Krediten gehören die:

  1. Ratenkredite, die in zeitlich festgelegten und gleichbleibend hohen Teilzahlungen zurückgezahlt werden.
  2. Ferner existieren Avalkredite, bei denen eine Bürgschaft durch die Bank übernommen wird.
  3. Diskontkredite, bei denen die Bank Wechsel und Schecks von ihren Kunden ankauft sowie die bekannten Dispositionskredite, bei denen das Kontoguthaben überzogen wird.
  4. Mittelfristige Kredite werden in der Regel in einem Zeitraum zwischen einem Jahr und vier Jahren zurückgezahlt.
  5. Langfristige Kredite sind solche mit Rückzahlungszeiträumen von mehr als vier Jahren. Diese langfristigen Kredite können auch als Darlehen bezeichnet werden. Auch eine Unterscheidung nach der Sicherstellung oder nach dem Verwendungszweck ist bei Krediten üblich.

Was ist ein Darlehen?

Darlehen sind eine zumeist langfristige Unterform des Kredits. Auch hier können sowohl Geldbeträge als auch Waren überlassen werden. Darlehen sind immer entgeltlich. Die Entgeltvereinbarungen werden in der Regel schriftlich festgehalten; falls nicht, ist der Darlehensnehmer nach der Kündigung des Kredites zur Rückzahlung verpflichtet.

Ein Darlehensvertrag kommt durch die Einigung der beteiligten Vertragsparteien zustande. Im Falle eines Gelddarlehens werden in der Regel die Zinszahlungen, die Laufzeit des Darlehens, die Tilgungsmodalitäten und die Begebung eventueller Sicherheiten festgehalten. Darlehen treten meist als langfristige Kredite mit Laufzeiten von mehr als fünf Jahren in Erscheinung.

 

Welche Formen des Darlehens gibt es?

In Deutschland besonders häufig vergebene Formen von Darlehen sind :

  1. Annuitätendarlehen
  2. Tilgungsdarlehen
  3. endfällige Darlehen
  1. Bei einem Annuitätendarlehen setzt sich der monatlich zu zahlende Betrag aus Zinsen und Tilgung zusammen. Die Raten bleiben über die gesamte Laufzeit konstant. Bei dieser Form des Darlehens handelt es sich um die am häufigsten in Deutschland vergebene.
  2. Bei Tilgungsdarlehen bleibt der Tilgungsbetrag über die Laufzeit konstant, der zu zahlende Zinsbetrag sinkt im Laufe der Tilgung. Auch hier setzt sich der monatlich zu zahlende Betrag aus der Tilgung und den jeweils auf die Restschuld berechneten Zinsen zusammen.
  3. Das Gegenstück zum Tilgungsdarlehen bilden endfällige Darlehen, bei denen während der Laufzeit keine Tilgung geleistet wird. Der während der Laufzeit zu zahlende Betrag beinhaltet nur die gleichbleibend hohen Zinszahlungen; der gesamte Tilgungsbetrag ist erst am Ende der Darlehenslaufzeit fällig.

Was sind die Unterschiede zwischen Darlehen und Kredit?

Obwohl es in rechtlicher Sicht Unterschiede zwischen Darlehen und Krediten gibt, werden beide Begriffe häufig synonym verwendet. Ein wesentliches Unterscheidungskriterium ist die Laufzeit: Als „Darlehen“ werden in der Regel Kredite mit langer Laufzeit, wie zum Beispiel bei der Immobilien- oder Baufinanzierung, bezeichnet.

Der Begriff „Kredit“ wird im Gegensatz dazu in der Regel für kurzfristige Kredite, wie zum Beispiel Konsumentenkredite zur Finanzierung von alltäglichen Konsumwünschen, verwendet. Ein weiteres Unterscheidungskriterium ist die Höhe des Kreditbetrages: bei Darlehen ist dieser typischerweise hoch, während er bei Krediten relativ niedrig ist. Darlehen sind im Gegensatz zu Krediten überdies stets entgeltlich.

 

Was sind die Gemeinsamkeiten zwischen Darlehen und Kredit?

Sowohl Darlehen als auch Kredite stellen Möglichkeiten dar, Fremdkapital zu beschaffen. Der Begriff „Kredit“ kann als Oberbegriff für verschiedene Wege zur Fremdkapitalbeschaffung verstanden werden, von denen einer das Darlehen ist. Der Begriff des Kredits ist damit weiter gefasst als der des Darlehens. Genau wie bei einem Kredit können bei einem Darlehen sowohl Geldbeträge als auch Waren für einen begrenzten Zeitraum überlassen werden. Nach diesem Zeitraum muss der Darlehensnehmer den Geldbetrag oder die Waren zurückerstatten.

 

Wie kann man ein Darlehen bzw. einen Kredit erhalten?

Auf der Seite darlehen-aufnehmen.de können Sie eine individuelle Wunsch-Kreditsumme von mehreren Tausend Euro und mit flexiblen Laufzeiten wählen. Bei der Bau- beziehungsweise Immobilienfinanzierung sind Darlehen mit höheren Beträgen und längeren Laufzeiten erhältlich. Sie erhalten alle Informationen über Konditionen und individuell angepasste Angebote direkt bei Ihrer Sparda-Bank vor Ort.

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